Yoga wird allgemein als Prozess der Vereinigung verstanden. Diese Vereinigung ist vielschichtig.

In einer Dimension ist es eine Vereinigung der verschiedenen Systeme, die innerhalb des Menschen existieren, einschließlich der emotionalen, physischen, mentalen, und spirituellen Systeme.

Insgesamt wird angenommen, dass es fünf verschiedene Systeme im menschlichen Leben gibt. Diese werden typischerweise als die Koshas bezeichnet, die die physische, energetische, mentale, feinstoffliche, und Glückseligkeitshülle sind.

In unserem gegenwärtigen Verständnis von Yoga arbeiten wir daran, diese fünf Körper oder Schichten des Menschen zu vereinen.

Ein anderer Vereinigungsprozess geschieht zwischen dem individuellen Bewusstsein und dem universellen Bewusstsein.

Diese Vereinigung wird oft als Samadhi bezeichnet und ist eine der primären Transformationen, die innerhalb der Yoga-Praxis geschehen.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, ist Samadhi eine Transformation der Wahrnehmung, in der Desillusionierungen über die Welt umgeformt werden, sodass die Wahrheit hinter der Realität in ihrer reinsten Form gesehen werden kann.

Yoga hat sich als System zu verschiedenen Zweigen entwickelt, durch die Menschen die Evolution und Vereinigung der Elemente in ihrem Wesen verfolgen.

Jeder Zweig behält seine eigene einzigartige Reihe von Ideen und Philosophien, die den Prozess und die eventuelle Erlangung vollständiger Vereinigung definierten.

Es gibt kein richtiges oder falsches System des Yoga, da jedes seine eigenen unterschiedlichen Eigenschaften besitzt, die den Bedürfnissen der verschiedenen Charaktere und Persönlichkeiten entsprechen, die unter Menschen existieren.

Jedes System ist darauf ausgelegt, einen anderen Persönlichkeitstyp aufzunehmen, und Yoga hat sich zu einem weitreichenden System entwickelt, das von fast jedem praktiziert werden kann, der daran interessiert ist, ein spirituelles Leben zu verfolgen.

Eine Praxis wie Jnana Yoga ist ideal für jemanden, der philosophisch veranlagt ist, während die Praxis des Bhakti Yoga gut für jemanden ist, der emotional wahrnehmungsfähig und zu einem Sinn für Hingabe geneigt ist.

In diesem Artikel werden wir die eher gängigen Praktiken des Yoga besprechen, die sich aus der Tradition yogischer Spiritualität ableiten.

Diese Yoga-Traditionen sind so jung wie 500 Jahre und so alt wie mehrere tausend.

Während es viele moderne Yoga-Praktiken gibt, die von verschiedenen Lehrenden definiert wurden, sind die Systeme, die wir besprechen werden, traditionelle Systeme, die seit vielen Generationen existieren.

Bhakti Yoga

Das erste System, das wir besprechen werden, ist Bhakti Yoga.

Bhakti Yoga ist eine Praxis, in der sich die spirituell Praktizierende darauf konzentriert, einen Zustand der Hingabe in Geist und Herz zu entwickeln.

Im Bhakti Yoga wird ein starker Glaubenssinn benötigt, da erwartet wird, dass man sich Gott durch einen Prozess der Selbstübergabe unterwirft.

Die Praktiken und Techniken des Bhakti Yoga sind daher darauf ausgelegt, dem Ego zu helfen, sich zu ergeben und den Gedanken an den Schöpfer mit Liebe zu umarmen.

Die üblicheren Praktiken des Bhakti Yoga sind Kirtan (Chanten/Gesang), Japa (Mantra-Wiederholung), und Meditation über das Göttliche.

Üblicherweise wird die Praxis des Bhakti Yoga jenen empfohlen, die gut mit ihren Emotionen verbunden sind und auch empfänglich für feinere Gefühle in sich selbst und anderen sind.

Emphatische Liebe definiert die Praxis des Bhakti Yoga, da sich die Praktizierende mit ihrem ganzen Wesen dem spirituellen Göttlichen widmet. Ein Glaube an Gott oder ein höheres Wesen ist essenziell für die Praxis, und ohne ihn ist es fast unmöglich, Bhakti Yoga zu praktizieren.

Die vom Bhakti-Yogi geübte Hingabe ist keine der Sklaverei gegenüber dem Göttlichen. Vielmehr ist es eine Beziehung, die mit Liebe, Freundschaft, und Gemeinschaft gefüllt ist.

Im Bhakti Yoga sehen Menschen Gott als einen Freund, einen Geliebten, einen Vater, oder eine Mutter. Durch diese Beziehung wird Bhakti Yoga praktiziert.

Es gibt viele Aspekte der Hingabe für den Bhakti-Yogi; es gibt viele Formen Gottes, die im Yoga verehrt werden, einschließlich Shiva, Vishnu, Brahman, Parvati, usw. Abgesehen von den metaphysischen Formen Gottes kann auch ein Guru oder eine Lehrerin innerhalb der Praxis verehrt werden.

Der Hauptzweck dieser Praxis ist es, dabei zu helfen, das Ego aufzugeben und das individuelle Wesen mit dem Universellen zu vereinen.

Karma Yoga

Karma ist ein Aspekt des menschlichen Lebens, der für unsere Gedanken, Gefühle, und Handlungen verantwortlich ist.

Im Yoga wird geglaubt, dass Karma den Zyklus der Wiedergeburt in Bewegung hält, da vergangene Handlungen und Ereignisse uns zwingen, ein weiteres Leben in der Welt anzunehmen, um die Ungleichheiten auszugleichen, die wir unserem Geist und dem Universum auferlegt haben.

Sobald angesammeltes karmisches Verdienst ausgeglichen oder zerstört ist, wird ein Zyklus von Geburt und Tod gestoppt, und der Geist kehrt zu seinem Ursprung im universellen Göttlichen zurück.

Die Praxis des Karma Yoga adressiert direkt diesen primären Aspekt des Lebens, arbeitet daran, die Wirkungen von Karma mit disziplinierter Handlung abzuschaffen, die eine Trennung zwischen dem Individuum und den Wirkungen von Karma formuliert.

Diese Trennung geschieht durch einen Prozess der Dissoziation, in dem sich das Individuum von den Vorteilen oder Verlusten seiner Handlungen in der Welt trennt.

Die Praxis des Karma Yoga basiert typischerweise um das eigene Dharma oder die Pflichten in der Welt herum. Dharma wird durch die Handlungen des Individuums in der Vergangenheit bestimmt, einschließlich sowohl der Vergangenheit des gegenwärtigen Lebens als auch der Vergangenheit vergangener Leben.

In gewisser Hinsicht ist Dharma der effektivste Weg für ein Individuum, seine Zeit auf der Erde für spirituellen Fortschritt zu nutzen, da es auf den realistischen Fähigkeiten und dem Potenzial des Individuums basiert.

Eine der Hauptkomponenten von Dharma ist, in der Welt zu handeln, ohne an die Vorteile oder Verluste der eigenen Handlungen zu denken. Die Praktizierende lebt und handelt in der Welt ohne Erwartungen oder auferlegte Vorstellungen davon, wie sich die Zukunft entfalten sollte.

Der Geist ist auf selbstlosen Dienst fokussiert und arbeitet zum Nutzen des größeren Wohls statt für die unabhängigen Bedürfnisse des Individuums.

Im Karma Yoga ist die Praxis allmählich, da das Individuum langsam die Fesseln des Karma loslässt und den Geist aus den Grenzen egozentrischer Denkprozesse befreit.

Obwohl eine Karma-Yogini Techniken wie die Asanas, Atempraktiken, und Meditationen praktizieren mag, liegt der Hauptfokus ihrer spirituellen Praxis auf Dienst und Handlungen mit dem Fokus auf Selbstlosigkeit und Demut.

Die erste Erwähnung von Karma Yoga findet sich in der Bhagavad Gita in einem Dialog zwischen Arjuna und Krishna.

In diesem Dialog informiert Krishna Arjuna, dass er sein Bewusstsein mit Krishnas verschmelzen kann, wenn er seine Handlungen dem Göttlichen ergibt (was in diesem Fall Krishna ist).

Krishna ermutigt Arjuna, zu handeln und seiner Pflicht nachzukommen, ohne Sorge oder Berücksichtigung der Vorteile oder Verluste seiner Handlungen.

Er informiert Arjuna, dass Handeln im Namen Krishnas (oder des Göttlichen) ihm die Befreiung geben wird, die er sich vorgenommen hat zu erreichen.

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist eine Yoga-Praxis, die aus der Praxis des Tantra Yoga entstand.

Historisch gesehen wird geglaubt, dass Tantra Yoga eine der ältesten Formen der Spiritualität ist, die noch heute praktiziert wird.

Eine der Schlüsselkomponenten des Tantra Yoga ist die Einbeziehung von Kundalini, die als die urtümliche Kraft betrachtet wird, die in jedem Menschen existiert.

Die Praxis des Kundalini Yoga wurde gebildet, um das Potenzial der Kundalini-Energie im Körper zu kontrollieren und zu nutzen.

Anders als die anderen Yoga-Systeme kann Kundalini Yoga eine hochgradig instabile Praxis sein, da die Freisetzung von Kundalini-Energie zu extremen psychologischen und physischen Störungen führen kann, wenn sie nicht auf die richtige Weise kontrolliert wird.

Daher ist die Praxis des Kundalini Yoga ein hochfortgeschrittenes System, das üblicherweise nur von jenen praktiziert wird, die in den Praktiken der Spiritualität weit fortgeschritten sind.

Eine der Hauptvoraussetzungen des Kundalini Yoga ist ein starker Geist und ein gesunder Körper, ohne die die Freisetzung von Kundalini-Energie schädlich oder sogar tödlich sein kann.

Sogar ein spezifischer Begriff in der Psychologie, bekannt als Kundalini-Syndrom, wurde für jene entwickelt, die aufgrund unsachgemäßer Freisetzung von Kundalini-Energie in Demenz verfallen sind.

Im Kundalini Yoga sind die vorgestellten Techniken darauf ausgelegt, die Kundalini-Energie zu erwecken. Abgesehen von ihrer Definition als urtümliche Energie ist Kundalini auch als Schlangenenergie bekannt.

Vor ihrer Erweckung ruht die Kundalini-Energie an der Basis der Wirbelsäule in Form einer spiralförmigen Windung, ähnlich der einer Schlange.

Wenn freigesetzt, schießt die Kundalini-Energie die Wirbelsäule hinauf, sich ihren Weg Richtung Scheitel des Kopfes bahnend.

Je nach Reinigung der Energiekanäle entlang der Wirbelsäule, bekannt als Chakren, wird Kundalini entweder ihr endgültiges Ziel im Kopf erreichen, oder in einem der Chakren stecken bleiben.

Üblicherweise beginnt Kundalini Yoga mit der Reinigung aller Chakren. Diese Reinigung hilft, einen ausbalancierten Fluss von Prana im Körper aufrechtzuerhalten.

Es wird geglaubt, dass ein ausbalancierter Fluss von Prana im Körper zu einem gesunden Zustand von Geist und Körper führt.

Sobald Körper, Geist, und pranische Kanäle gereinigt sind, arbeitet die Kundalini-Yoga-Praktizierende daran, die Kundalini-Energie freizusetzen.

Der Reinigungsprozess ist eine essenzielle Eigenschaft der Praxis, da er hilft, einen reibungslosen Fluss von Kundalini-Energie durch das Chakra-System sicherzustellen.

Sowohl für die Reinigung der Chakren als auch für die Freisetzung von Kundalini-Energie wird eine breite Vielfalt von Techniken eingesetzt.

Diese schließen Yoga-Asanas (Haltungen), Pranayamas (Atempraktiken), Meditationen, und Mudras (Gesten) ein, die spezifisch darauf ausgelegt sind, die pranische Energie zu regulieren und Kundalini zu erwecken.

Anders als manche der anderen Yoga-Systeme sollte Kundalini Yoga niemals durch Selbsttraining praktiziert werden.

Es ist essenziell, dass jemand, der daran interessiert ist, Kundalini Yoga zu praktizieren, eine erfahrene Praktizierende und Lehrerin dieses Yoga-Systems findet, um sie durch den Prozess zu leiten.

Ohne solche Anleitung ist es wahrscheinlich, dass schwere physische und geistige Störungen entstehen, da Kundalini-Energie ein hochpotentes Element im menschlichen Körper ist, das nicht angetastet werden soll, außer Körper, Geist, und pranische Kanäle sind vollständig gereinigt.

Es gibt unzählige Geschichten von Individuen, die Kundalini vorzeitig freisetzten und sich in einem desorientierten und neurotischen Zustand wiederfanden.

Es gibt viele veröffentlichte Bücher über Kundalini Yoga, und jene, die Kundalini-Energie erfahren haben, raten immer, eine hochkundige und aufmerksame Lehrerin zu haben, um eine Praktizierende durch das System des Kundalini Yoga zu leiten.

Hatha Yoga

Das Wort Hatha hat mehrere Bedeutungen.

Typischerweise wird es in zwei einzelne Worte geteilt, Ha und Tha.

Die Bedeutung dieser Worte kann als die Sonne und der Mond interpretiert werden. Es kann auch gesagt werden, dass diese zwei Worte Beeja-Mantras oder urtümliche Klänge sind, die für die Zusammensetzung von Materie verantwortlich sind.

Gleichzeitig repräsentiert Ha den pranischen Körper, während Tha der des mentalen Körpers ist.

Welche Interpretation man auch wählt zu glauben oder zu folgen, eine essenzielle Komponente des Hatha Yoga ist eine Ausbalancierung der Polaritäten von Energie im Körper (Ida und Pingala) sowie eine Reinigung von Geist und Körper.

Die meisten Menschen betrachten Hatha Yoga in einem modernen Kontext als eine Praxis des physischen Körpers. Während das nicht falsch ist, schließt Hatha Yoga viel mehr Philosophien und Techniken ein, die feinere Aspekte des menschlichen Systems ansprechen.

Eine der essenziellen Komponenten des Hatha Yoga ist das Element der Reinigung.

Im Hatha Yoga geschieht Reinigung innerhalb der vielen Aspekte des Menschen; es gibt eine Reinigung des physischen, mentalen, energetischen, und emotionalen Körpers.

Es wird geglaubt, dass, sobald alle Körper gereinigt sind, spiritueller Fortschritt Richtung Selbstbefreiung geschehen kann.

Anders als Raja Yoga, das wir später besprechen werden, umreißt Hatha Yoga keine Voraussetzung moralischer Werte vor der Durchführung der Yoga-Techniken.

Vielmehr beginnt Hatha Yoga mit den Yoga-Haltungen oder Asanas und den energetischen Reinigungstechniken von Pranayama.

Sobald ein beträchtliches Verständnis dieser zwei Praktiken erreicht ist, können fortgeschrittenere Techniken einschließlich Shatkarmas (Körperreinigung), Pranayamas (Nadi-Reinigung), Mudras (Energielenkung), Bandhas (Energieschlösser), und andere Techniken, die Richtung Samadhi (Selbstverwirklichung) führen, praktiziert werden.

Ähnlich den meisten Yoga-Praktiken hält Hatha Yoga den Glauben aufrecht, dass Techniken wie Meditation und Konzentration nur praktiziert werden sollten, nachdem Körper und Geist gereinigt wurden.

Ohne solche Vorbereitung ist es sinnlos, Meditation zu praktizieren, da kein Nutzen aus der Praxis gezogen wird.

Hatha Yoga entstand aus einer Reihe von Texten, die alle zwischen 500-1500 n. Chr. geschrieben wurden.

Im Vergleich zu den anderen Yoga-Formen, die wir besprechen, ist Hatha Yoga die jüngste von allen, wobei ihr Haupttext, die Hatha Yoga Pradipika, im 16. Jahrhundert fertiggestellt wurde.

Hatha Yoga könnte als vorbereitende Praxis für fortgeschrittenere Yoga-Systeme betrachtet werden, jedoch besitzt es in sich selbst die Fähigkeit, Richtung spirituelle Befreiung zu führen.

Ein bescheideneres Yoga-System, Hatha Yoga kann von den meisten Menschen praktiziert werden und erfordert keinen wohletablierten Geist und Körper, um mit der Praxis zu beginnen.

Daher ist es eine Praxis, die von vielen genutzt wird, die Yoga als Hilfe für spirituelle Freiheit nutzen möchten.

Raja Yoga

Raja Yoga wird als der königliche Pfad betrachtet und wird wörtlich aus dem Sanskrit als königliche Vereinigung übersetzt.

Das System des Raja Yoga leitet sich aus den Lehren Patanjalis in den Yoga-Sutras ab, die zwischen 100 und 300 n. Chr. geschrieben wurden.

Manche mögen dieses Yoga-System auch als Ashtanga Yoga bezeichnen, jedoch war Raja Yoga die traditionelle Terminologie, die für die von Patanjalis Yoga-Sutras geleitete Yoga-Praxis verwendet wurde, und manche Unterscheidungen trennen die beiden voneinander.

Hier befassen wir uns primär mit dem traditionellen System des Raja Yoga, das in Indien seit den Ursprüngen der Sutras praktiziert wurde.

Raja Yoga ist ein Pfad der Intuition und auch der psychischen Wahrnehmung. Daher werden diese zwei Fähigkeiten benötigt, damit spirituelles Wachstum geschehen kann.

Manche spirituellen Meister wie Swami Tureyananda glauben, dass Raja Yoga praktiziert wird, nachdem man erhebliche Transformation durch vorbereitende Yoga-Praktiken erlangt hat.

Sogar manche andere Lehrende glauben, dass die Praxis des Raja Yoga beginnt, nachdem vorbereitende Zustände von Samadhi erfahren wurden.

Daher ist Raja Yoga keine Praxis für die überwiegende Mehrheit der Menschen.

In den Yoga-Sutras umreißt Patanjali leicht die Voraussetzungen für die fortgeschritteneren Techniken des Yoga.

Die überwiegende Mehrheit der Yoga-Sutras widmet sich dem Verstehen und Kontrollieren des Geistes einschließlich seiner vier Komponenten von Chitta, Buddhi, Manas, und Ahamkara.

Beträchtliche Aufmerksamkeit wird darauf gerichtet, wie der Geist funktioniert und arbeitet, sowie die verschiedenen Ebenen und Dimensionen, die innerhalb des Geistes existieren.

Der Rest des Textes bespricht die Stufen, durch die man auf dem Pfad Richtung Selbstverwirklichung geht, und Aufmerksamkeit wird allen verschiedenen Fallstricken geschenkt, die auf dem Weg entstehen können.

Das System des Raja Yoga wird allgemein im „achtgliedrigen Pfad" umrissen und definiert.

Diese Glieder schließen ein:

  • Yama – Verhaltenskodex und Selbstzurückhaltung
  • Niyama – religiöse Beachtungen, Hingabe an die eigene Praxis, und Disziplin
  • Asana – Bildung eines stabilen Sitzes für sowohl Geist als auch Körper
  • Pranayama – Regulierung des Atems, die zu einer Vereinigung und Balance zwischen Körper und Geist führt
  • Pratyahara – Rückzug der sensorischen Organe der Wahrnehmung von der äußeren Umgebung, einschließlich aller fünf Sinne (sechs, wenn man den Geist einschließt)
  • Dharana – Konzentration
  • Dhyana – Meditation
  • Samadhi – Selbstverwirklichung, oder ein überbewusster Seinszustand.

Zusammen bilden diese acht Glieder die Praxis und den systematischen Ansatz des Raja Yoga.

Wie Kundalini Yoga erfordert Raja Yoga ein beträchtliches Maß an Anleitung und Richtung, ohne die viele Probleme und letztendliches Scheitern entstehen werden.

Es ist daher essenziell, dass jemand, der daran interessiert ist, Raja Yoga zu praktizieren, eine Lehrerin oder einen Guru findet, die oder der das System perfektioniert hat und einen wahren Zustand der Selbstverwirklichung erreicht hat.

Jnana Yoga

Die Praxis des Jnana Yoga wird leicht innerhalb der zwei Worte „Jnana" und „Yoga" verstanden, die zusammen „Vereinigung durch Weisheit" bedeuten.

Die Praxis des Jnana Yoga ist ein sehr praktisches System für den westlichen Geist, der sich Dingen üblicherweise durch Intellekt und rationale Ableitung nähert.

Während letztendlich diese zwei Aspekte später auf dem Pfad aufgegeben werden, beginnt Jnana Yoga mit intellektueller Erkundung und rationaler Beobachtung.

Während Jnana Yoga einen Glauben an Gott oder das Höchste ermutigt, erfordert es diesen Glauben nicht, und daher kann es sogar von jenen genutzt werden, die rationale Atheisten sind.

Die im Jnana Yoga verwendeten Techniken befassen sich primär mit einem Prozess der Ableitung, in dem man alle Aspekte des Lebens beobachtet.

Ein Prozess der Selbsterkundung und Befragung wird unternommen, während die Praktizierende allmählich die Illusionen und Fehlwahrnehmungen des Geistes entfernt, während sie Richtung der Wahrheit ihrer grundlegendsten Natur arbeitet.

Die Praxis des Jnana Yoga kann innerhalb der einfachen Sanskrit-Phrase „Neti, Neti" verstanden werden, die offen als nicht dies, nicht das übersetzt wird.

Im Jnana Yoga entfernt man die verschiedenen Schichten der Zwiebel des eigenen Geistes, bis man den Kern erreicht, der Nicht-Dingheit oder Unmanifestiertheit ist.

Jnana Yoga hat vier wichtige Richtlinien, die der Praktizierenden halfen, Richtung Selbstverwirklichung zu führen. Da Jnana Yoga primär ein System der Erkundung ist, erfordert es keine Techniken wie Pranayama und Asanas, um Selbstverwirklichung zu erreichen.

Die vier Richtlinien der Jnana-Yogini schließen ein: Viveka – Unterscheidung (zwischen Wahrheit und Nicht-Wahrheit); Vairagya – Leidenschaftslosigkeit (von Anhaftung an Welt und Geist/Körper); Shad-Sampat – Sechs Tugenden (Ruhe, Dama (Sinneskontrolle), Uparati (Entsagung), Titiksha (Ausdauer), Shraddha (Glaube), und Samadhana (Konzentration)); und Mumukshutva – Sehnsucht nach Befreiung.

Fazit

Wenn du diesen Artikel gelesen hast, um ein Yoga-System zu finden, das dir hilft, spirituell zu wachsen, wäre es ratsam, weitere Recherche in die Systeme zu machen, die mit deinen Bedürfnissen und deinem Charakter kompatibel erscheinen.

Nicht jedes Individuum praktiziert Yoga um der Selbstverwirklichung willen. Jedes Yoga-System bietet seine eigenen einzigartigen Vorteile, die sich aus der Praxis entwickeln, und kann daher praktiziert werden, ohne die Absicht, Selbstverwirklichung zu erreichen.

Während das ultimative Ziel von Yoga Befreiung ist, gibt es viele Vorteile der Praxis, die natürlich entstehen, während Körper, Geist, und Energie im Menschen gereinigt werden.

Wie zuvor erwähnt, wenn du dich entscheidest, die Praxis des Raja Yoga oder Kundalini Yoga aufzunehmen, ist es am besten, eine erfahrene Führung zu suchen, bevor du mit der Praxis beginnst.

Letztendlich jedoch erfordert jedes Yoga-System einen Guru oder eine erfahrene Praktizierende, die die Schülerin durch ein spezifisches Yoga-System leiten kann.

Jeder Stil, den wir oben erwähnt haben, ist einzigartig, und es gibt keinen richtigen oder falschen, oder einen, der besser ist als der andere.

Tatsächlich gibt es tausende verschiedener Yoga-Stile, doch die, die wir erwähnt haben, sind die Hauptzweige für die praktische Seite des Yoga.

Wähle bei der Wahl einer Praxis eine, die Eigenschaften zu besitzen scheint, die in Harmonie mit deiner Persönlichkeit und Individualität sind.

Von dort aus zu beginnen, wird dir eine gute Beziehung zu deiner Praxis geben und es leichter machen, sie allmählich in dein tägliches Leben einzuführen. Eine konsequente Praxis bietet die größte Gelegenheit für Selbstwachstum und Transformation.

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